5 Fragen an unsere Juristin Thema: Security und Facility Management
- info4750257
- vor 7 Tagen
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Frage 1. Was umfasst Security und Facility Management aus rechtlicher Sicht?
Security und Facility Management ist ein komplexes Maßnahmenpaket zur Gewährleistung der Sicherheit von Menschen, Vermögenswerten sowie eines reibungslosen Betriebs von Objekten. Aus juristischer Sicht umfasst dies Arbeitsschutz, physische und technische Sicherheit, Zutrittskontrollen, Videoüberwachung sowie das Gebäudemanagement unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und vertraglicher Verpflichtungen.
Frage 2. Welche rechtlichen Risiken treten im Bereich Security Management am häufigsten auf?
Die größten Risiken hängen mit Verstößen gegen Arbeitsschutzvorschriften, der unzulässigen Verarbeitung personenbezogener Daten (z. B. bei Videoüberwachung), der Überschreitung von Befugnissen durch Sicherheitspersonal sowie mit fehlerhaft gestalteten Verträgen mit Dienstleistern zusammen. Eine unzureichende Sicherheitsorganisation kann zu Bußgeldern, Rechtsstreitigkeiten und Reputationsschäden führen.
Frage 3. Worauf sollte man bei der Organisation des Facility Managements besonders achten?
Von zentraler Bedeutung ist die Einhaltung von Brandschutzvorschriften, sanitäre und technischen Normen sowie der Regeln zur Gebäudenutzung. Aus rechtlicher Sicht sind klar formulierte Verträge mit Serviceunternehmen, eine eindeutige Verantwortungsverteilung und die regelmäßige Kontrolle der Leistungserbringung entscheidend.
Frage 4. Wie regelt das Gesetz den Einsatz von Videoüberwachung und Zutrittskontrollsystemen?
Der Einsatz solcher Systeme ist zulässig, jedoch nur unter strikter Beachtung der Datenschutzgesetze. Mitarbeitende und Besucher müssen über die Videoüberwachung informiert werden, der Zweck der Datenerhebung muss klar definiert sein und der Zugriff auf Aufzeichnungen ist zu beschränken. Verstöße können zu verwaltungsrechtlichen Sanktionen führen.
Frage 5. Welche Rolle spielt der Jurist im Security und Facility Management?
Der Jurist unterstützt beim Aufbau eines rechtskonformen Sicherheits- und Gebäudemanagementsystems: Er entwickelt interne Richtlinien, prüft Verträge, bewertet Risiken und begleitet Prüfungen durch Aufsichtsbehörden. So wird nicht nur das Sicherheitsniveau erhöht, sondern auch das Unternehmen rechtlich abgesichert.




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